Dienstag, 22. Mai 2012
Mathias aus Lüssow
alle Blitzer im Land
Gadebusch-Bürgermeister: "Staat muss Flagge zeigen"
28.10.2009 - Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest hat Verständnis für die Eltern, die dagegen demonstrierten, dass ein vermutlicher Sex-Täter noch auf freiem Fuß ist. Howest sagte dem Privatsender ANTENNE MV: «Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie eine derartige Entscheidung zustande kommt. ich kenne nicht alle Details, aber es gibt Sachen, die sind nicht zu entschuldigen. Da muss der Staat Flagge zeigen. Seine Kernkompetenz ist es, Bürgerinnen und Bürger zu schützen, innere und äußere Sicherheit. Wenn diese Kernkompetenz des Staates nicht mehr wahrgenommen werden, fragen sich die Bürger zu Recht, ob sie sich noch sicher fühlen können.» Der Bürgermeister appellierte an die Sensibilität der Richter, «dass sie sich in die Lage der Betroffenen hinein versetzen und nicht nur in die Lage des Täter. Das war auch der Eindruck, dass die Tat zu sehr aus der Sicht des Täters und nicht des Opfers gesehen wird».
Oberstaatsanwalt Ralph-Siegfried Ketelboeter hatte zuvor bei ANTENNE MV bestätigt, dass der mutmaßliche Sex-Täter nicht in Untersuchungshaft muss, ihm wurden lediglich Auflagen erteilt.
200 Menschen hatten am Abend demonstriert.
Die Polizei rückte mit 40 Beamten an. Die Situation drohte zu eskalieren. Einige aufgebrachte Eltern versuchten, in das Mehrfamilienhaus des 22-jährigen Verdächtigen zu gelangen, der aber nicht zu Hause, sondern bei Verwandten war. Immer wieder fielen Sätze wie «Hau ab!», «Was willst Du noch hier!» und «Lass unsere Kinder in Ruhe!». Die Demonstranten und Eltern «wollten dem Gefühl Ausdruck verleihen, dass solche Entscheidungen aus ihrer Sicht inakzeptabel sind. Sie haben natürlich auch Angst um ihre Kindern. Wenn solche Leute in der direkte Nachbarschaft und in der Umgebung wohnen, dann macht man sich sehr berechtigte Sorgen, dass nicht irgendwann das eigene Kind in Mitleidenschaft gezogen wird. Und die Leute fragten auch, wie die Richterin wohl entschieden hätte, wenn ihr eigenes Kind Opfer einer solchen Straftat gewesen wäre», so Gadebuschs Bürgermeister Howest. Er wiederholte seine Aussagen auf die Nachfrage von ANTENNE MV, ob er nicht auch die Richtigkeit einer juristischen Beurteilung in Betracht zieht.< zurück
> Erster Piratenbürgermeister in MV
> Maidemonstration Neubrandenburg: Ermittlungen
> 1.Mai-Kundgebungen in MV
> Eltern wollen mehr Lehrer
> Demonstration von Hansa-Fans in Hamburg
> Ostermärsche finden kaum Zulauf
> Demo vor Damp-Zentrale
> Eltern gegen Lehrermangel auf Barrikaden
> Amt Gadebusch wartet nach Beißattake ab
> Oberbürgermeisterwahl in Rostock
> Putgartens Bürgermeister nach Tod von Katharina angezeigt
> Angriff auf Boizenburger Bürgermeister
> Machtwechsel im Doberaner Rathaus
> Proteste gegen Atommüll-Transport
> Erstes Eltern-Sorgen-Telefon
> Beyer neuer Bürgermeister von Wismar
> Über 2000 demonstrierten in Ruppiner Heide
> Siebenjähriger aus Rostock verstorben
> Bürgermeister-Neuwahl in Schönberg beschlossen
> Arbeiter protestierten gegen Aus der Werft
> Volksinitiative für kostenfreies Schulessen
> 28-Jähriger vermutlich in die Uecker gestürzt
> Neuer Elternratsvorsitzender setzt auf Kommunikation
> Parchim für noch größere Kreise
> Fischer protestieren gegen Heringsquote
Schreiben Sie uns einfach jetzt Ihre Meinung zu diesem Nachrichtenthema.
Kommentare
