Den Tag der offenen Türen im Schweriner Landtag haben am Sonntag nach Angaben der Landtagsverwaltung rund 16 000 Menschen zur direkten Begegnung mit Landespolitik und -politikern genutzt. Die Abgeordneten informierten über ihre Arbeit und stellten sich den Fragen der Besucher. Normalerweise nicht öffentlich zugängliche Bereiche des Schlosses, im dem das Parlament seit 1990 seine Heimstatt hat, standen zur Besichtigung offen. «Auch ich hatte viele interessante Gespräche. Dabei habe ich nichts von der oft zitierten Politikverdrossenheit gespürt. Das stimmt mich sehr zuversichtlich für die Landtagswahl im Herbst», ließ Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider
am Abend verlauten.
Der Besucherzustrom sei deutlich größer gewesen als im Vorjahr. Der Landtag habe dabei möglicherweise auch vom traditionellen Schlossfest am Wochenende profitiert. An Ständen und auf Bühnen rund um die Schlossinsel war den Gästen ein vielfältiges Angebot unterbreitet worden. Im Innenhof des Schlosses präsentierten sich die Fraktionen. Bibliothek, Ältestenratszimmer sowie Sitzungs- und Arbeitsräume konnten ausnahmsweise besichtigt werden, im Plenarsaal liefen Podiumsdiskussionen.
Unmittelbar vor der parlamentarischen Sommerpause öffnet der Landtag in jedem Jahr seine Türen. Am Dienstag beginnt für die 71 Abgeordneten die letzte Sitzungswoche in der zu Ende gehenden, fünfjährigen Legislaturperiode. Das Parlament wird am 4. September neu gewählt.
Nach der direkten Begegnung mit den Wählern wartet noch einmal viel Arbeit auf die Landtagsmitglieder. Zu den wichtigsten der insgesamt 48 Tagesordnungspunkte der viertägigen Sitzung gehören die Verankerung einer Schuldenbremse in der Landesverfassung und die Verabschiedung des Vergabegesetzes für öffentliche Aufträge. Um beides war lange gerungen worden.
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