Der Richterbund Mecklenburg-Vorpommern hat Innenminister Lorenz Caffier im Zusammenhang mit Äußerungen nach der tödlichen Attacke auf einen 44-jährigen Mann am S-Bahnhof Warnemünde kritisiert. Caffier hatte erklärt, er hoffe auf eine konsequente, harte Strafe. Die Menschen hätten kein Verständnis, dass ein betrunkener Täter mit einer geringeren Strafe rechnen könne.
Richterbund-Präsident Peter Häfner erklärte dazu, natürlich werde bei alkoholisierten Verdächtigen geprüft, ob das bei der Strafe schuldmildernd zu berücksichtigen sei. Die Staatsanwaltschaft Rostock teilte inzwischen mit, der verhaftete 24-jährige habe zwar seine Beteiligung an der Schlägerei eingeräumt, aber zum Vorwurf des Totschlags kein Geständnis abgelegt. Sie rechnet schon in Kürze mit einer Anklageerhebung.
< zurück
> Haftbefehl gegen 20-jährigen Rostocker
> Lange Haftstrafe für Herrentagsschläger
> Kritik an Caffier
> Ermittlungen nach Schlägerei in Rostock
