Im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten werden die Anlagen in Deutschland weit vor den Küsten in großer Wassertiefe errichtet. Die Gründungskörper müssen mit Stahlrammpfählen im Boden verankert werden. Der dabei entstehende Schall soll künftig reduziert werden, um vor allem die Schweinswale während der Bauarbeiten besser zu schützen. Wirksame Maßnahmen zur Rammschallminderung existieren nach Angaben der Projektpartner bislang noch nicht, da es sich hier um eine deutsche Besonderheit handelt. In anderen europäischen Ländern, die bereits in größerem Umfang Offshore-Windparks vor ihren Küsten errichtet haben, ist es den Angaben zufolge für die Genehmigung ausreichend, die Meeressäuger über unterschiedliche Maßnahmen, etwa Sonar-Bojen, temporär fernzuhalten.
Die Ergebnisse der Tests sollen der gesamten deutschen Offshore-Industrie zugänglich gemacht werden. Die Kosten für das Programm betragen rund 3,9 Millionen Euro. Sie werden zu gleichen Teilen von den Unternehmen Bard Engineering, DONG Energy, EnBW Erneuerbare Energien, Eon Climate Renewables, EWE Energie, RWE Innogy, Stadtwerke München (SWM) und Vattenfall getragen.
Derzeit sind in Deutschland knapp 30 Windparks genehmigt, zahlreiche weitere geplant. Anfang Mai wurde der erste kommerzielle Windpark vor der deutschen Ostseeküste in Betrieb genommen. Im Vormonat war ein erster kommerzieller Windpark 90 Kilometer westlich der Norseeinsel Borkum ans Netz gegangen. Die Offshore-Windenergie spielt im Energiekonzept der Bundesregierung eine maßgebliche Rolle.
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