Seidel fordert Engagement von Hegemann
12.10.2009 - Von der in Schieflage geratenen Werftengruppe Hegemann mit Betrieben in Stralsund und Wolgast fordert Wirtschaftsminister Jürgen Seidel auf Nachfrage des Privatsenders ANTENNE MV mehr Engagement. «Wir müssen sehr aufpassen, dass hier die Möglichkeiten auch wirklich genutzt werden, dass die Chancen auch wirklich genutzt werden und, dass man an der Sanierung auch wirklich arbeitet. Das Land, aber auch der Bund sind klar entschlossen hier auch zu helfen. Aber helfen kann man nur jemandem, der selbst auch wirklich engagiert um seine Entwicklung arbeitet. Das muss bei der Hegemann-Gruppe besser werden.» Der Minister verteidigte erneut die Zwischenfinanzierung. «Das Wichtige ist, dass man dann den ja schon seit längerer Zeit avisierten Bürgschaftsrahmen von 280 Millionen, der nicht mit einem Mal dann genutzt wird, sondern immer von Schiff zu Schiff dann von Bedeutung ist, dieses Konzept zu erreichen. Das wird die Aufgabe jetzt sein. Ich bin aber guten Mutes und weiß auch, dass die Geschäftsführung jetzt die richtigen Schlüsse gezogen hat, die richtigen Schritte zu gehen.» Auf die Kritik der FDP-Fraktion, dass das land hätte schon viel eher die Schieflage der Hegemann-Werften erkennen müssen, sagte Jürgen Seidel ANTENNE MV: «Ich kenne auch Leute, die immer alles besser wissen. Vor allem danach. Insofern will ich nur sagen, das hilft mir alles nicht. Wir ringen wirklich mit aller Kraft gemeinsam mit dem Unternehmen selbst um die Bewältigung der gegenwärtig anstehenden Probleme. Die sind schwer genug, wie man weiß, auch in anderen Ländern. Ich erinnere nur an die Entwicklung der Odense-Werft in Dänemark. Und insofern sind die Schritte vereinbart und wir werden sie konkret gehen.» Drei Tage nach der Verständigung auf ein Rettungspaket für die Hegemann-Werften informierten die Geschäftsführungen in Stralsund und Wolgast am Montagvormittag die Belegschaften.



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