Mit dabei ist der im Aufbau befindliche Naturpark «Flusslandschaft Peenetal». Dort gibt es am einstigen Seehandelsplatz der Wikinger in Menzlin an der Peene einen Infostand, Ranger laden zu einer zweistündigen Moorwanderung ein. Von den Kanustationen Anklam und Stolpe aus kann man per Paddelboot nach Menzlin gelangen. Auch ein Solarboot startet ab Anklam zu einstündigen Touren. In Loitz gibt es eine kombinierte Tour per Kanu und Fahrrad in den künftigen Naturpark.
Die Besucherzahlen seien stark angestiegen, seit die Vorpommersche Flusslandschaft 2010 mit dem Europäischen Tourismuspreis «Eden Award» prämiert wurde, berichtete Christin Hannemann vom Tourismusverband Mecklenburgische Schweiz. Die Zahl der Wassersportanbieter in der Region habe sich nahezu verdreifacht.
«Dennoch wollen wir hier kein Massentourismus etablieren, wir bemühen uns stark, die Besucher zu lenken», sagte Hannemann. Schließlich sei der Region der Preis zuteil geworden, weil das Tourismuskonzept die Naturräume schonend nutze und zur regionalen Wertschöpfung beitrage. «Den Prinzipien bleiben wir auch weiterhin treu», versicherte Hannemann.
Für den Naturpark Sternberger Seenland unterzeichneten Umweltminister Till Backhaus (SPD) und Kanu-Anbieter heute in Warin eine Vereinbarung zu Naturschutz und Kanutourismus. Die Kanu-Anbieter verpflichten sich, durch freiwillige Einschränkungen zum Artenschutz beizutragen, indem besonders sensible Gewässerabschnitte nicht oder nur bei ausreichendem Wasserstand befahren werden. Ein mögliches Problem stellen Backhaus zufolge die nichtorganisierten Kanuten dar. Für sie soll es Informationsmaterial geben. Laut Ministerium bestehen neben der jüngsten freiwilligen Vereinbarung im Land bereits fünf weitere.
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