Schiffbauer demonstrieren für Lohnerhalt
25.09.2009 - Mit der Übernahme der insolventen Wadan-Werften in Warnemünde und Wismar sollen die Schiffbauer unter anderem auf ein Viertel ihres bisherigen Gehalts verzichten. Erste Verhandlungen mit Anwälten des neuen Werfteneigners Witalij Jussufow in Hamburg waren am Dienstag ohne Ergebnis geblieben. Die Schiffbauer, die derzeit in Transfergesellschaften beschäftigt und qualifiziert werden, wehren sich. Nach Angaben der IG Metall wollen rund 500 Kollegen an einer Mitgliederversammlung vor dem Warnemünder Werfttor teilnehmen. Auch in Wismar ist eine Kundgebung geplant. Kurz vor den geplanten Demonstrationen haben gestern die ersten knapp 60 ehemaligen Wadan-Arbeiter Übernahmeangebote des Nachfolgeunternehmens Nordic Yards erhalten. Bis zum Montag haben sie Bedenkzeit - zwei Arbeiter haben sofort zugesagt. Transferchef Oliver Fieber geht davon aus, dass in der kommenden Woche 300 weitere Kollegen ähnliche Angebote bekommen werden. Einzelheiten zu den Offerten sind bisher allerdings nicht bekannt. Die IG Metall ist skeptisch und fordert, dass Nordic in den Arbeitgeberverband Nordmetall eintritt und den Flächentarifvertrag zahlt. Dann könnten auch während des Weiterbaus der beiden Großfähren für die schwedische Reederei StenaLine begrenzte Einschnitte bei Lohn, Arbeits- und Urlaubszeit hingenommen werden, sagte Arbeitnehmervertreter Harald Ruschel. Dieser Kompromiss sei den Jussufow-Vertretern bereits am Dienstag in Hamburg angeboten worden, so Ruschel. Auf der anderen Seite hätte sich bisher aber nichts bewegt.



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