Lange Haftstrafen für Messerstecher
03.09.2010 - Im Prozess um einen brutalen Angriff auf zwei Passanten am Rostocker Hauptbahnhof sind die beiden Angeklagten zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Sie hatten im Februar zwei Männer niedergestochen, um an deren Wertsachen zu kommen. Der 20-jährige muss jetzt für sechs Jahre und zehn Monate ins Gefangnis, außerdem muss er Schmerzensgeld zahlen. Sein 16-jähriger Komplize bekam dreieinhalb Jahre Jugendstrafe. Die Opfer leiden bis heute vor allem psychisch unter den Folgen des Angriffs.
Vom Anklagepunkt des versuchten Mordes rückte das Gericht ab. Verurteilt wurden die beiden jungen Männer wegen versuchten Totschlags. Begründung des Gerichts: Der Angriff sei zwar brutal, aber nicht heimtückisch gewesen. Damit sei ein wesentliches Mordmerkmal nicht erfüllt.
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