Thema des Tages
Änderungen 2018
Änderungen 2018

Was ändert sich 2018?

Datum

Mit dem Jahreswechsel erwarten uns auch wieder einige Gesetzesänderungen. Die Wichtigsten haben wir für euch zusammengefasst.

KINDERGELD

Das Kindergeld steigt auch im Jahr 2018 wieder um 2 €. Für die ersten beiden Kinder werden nun jeweils 194 Euro pro Monat gezahlt, für das dritte Kind 200 Euro und für jedes weitere sogar 225 Euro. Neu ist, dass das Kindergeld nur noch für sechs Monate rückwirkend beantragt werden kann - nicht mehr für mehrere Jahre wie bisher.

EINKOMMENSSTEUER

Der Grundfreibetrag steigt um 80 Euro auf genau 9.000 Euro. Erst wenn ledige Erwachsene mehr verdienen, müssen sie ihr
Einkommen versteuern. Für Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften verdoppelt sich der Betrag auf 18.000 Euro.
Hinzu kommt unter Umständen noch der Kinderfreibetrag, der zum Jahr 2018 Euro auf insgesamt 7.428 Euro ansteigt. Bei
Eltern bleibt dieser Betrag pro Kind und je Jahr ebenfalls steuerfrei.

MINDESTLOHN

Auch der Mindestlohn steigt wieder an – und er wird bindend! Für Pflegekräfte wird er in Westdeutschland und Berlin von
10,20 € auf 10,55 €, im Osten von 9,50 € auf 10,05 € angehoben. Im Elektrohandwerk wird mit dem Jahreswechsel endlich
Lohngleichheit zwischen Ost und West geschaffen: hier liegt die Untergrenze künftig bei 10,95 Euro. Der branchenunabhängige,
gesetzliche Mindestlohn bleibt unverändert bei 8,84 €. Tarifverträge, die unter dem Mindestlohn liegen, sind ab sofort nicht
mehr zulässig, es gelten ab dem 1. Januar 2018 keine Ausnahmen mehr!

LOHNUNTERSCHIEDE ZWISCHEN MANN UND FRAU

Um auch die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen zu bekämpfen, erhalten Angestellte ab 2018 einen
individuellen Auskunftsanspruch: in betrieben, in denen mehr als 200 Beschäftigte arbeiten, können die Arbeitnehmer
künftig Informationen darüber einfordern, wie ihre Kollegen für eine gleichartige Tätigkeit bezahlt werden. So
sollen Benachteiligungen leichter erkannt und behoben werden.

UNTERHALT

Der Unterhalt für minderjährige Trennungskinder steigt! Die monatlichen Sätze in der neuen «Düsseldorfer Tabelle»
steigen um sechs bis zwölf Euro - abhängig vom Alter des Kindes und dem Einkommen der Eltern.

HARTZ IV

Der Regelsatz für Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II steigt für Singles von 409 Euro auf 416 Euro im Monat.
Die Grundsicherung für Kinder und Jugendliche vom siebten bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres erhöht sich um fünf Euro.

MUTTERSCHUTZ

Der Gesetzgeber verbessert das Mutterschutzgesetz: Die Schutzfrist von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt
eines Kindes soll künftig auch für Schülerinnen und Studentinnen gelten! Sie sollen in dieser Zeit von ihren
Pflichtveranstaltungen befreit werden.

STEUERERKLÄRUNG

Ab 2018 gilt ebenso eine längere Abgabefrist für die Steuererklärung. Sie muss somit erst bis zum 31. Juli des
Folgejahres beim zuständigen Finanzamt vorliegen. Wer einen Steuerberater mit der Erstellung der Steuererklärung
beauftragt, hat künftig sogar bis zum 28/29. Februar des übernächsten Jahres Zeit.